National Prescription Drug Take-Back Days: Was Sie erwarten können

National Prescription Drug Take-Back Days: Was Sie erwarten können

Jan, 16 2026

Im Herbst und Frühjahr jedes Jahres öffnen Tausende Standorte in den ganzen USA ihre Türen - nicht für einen Markt oder eine Veranstaltung, sondern für alte, abgelaufene oder nicht mehr benötigte Medikamente. Der National Prescription Drug Take-Back Day ist die größte landesweite Initiative zur sicheren Entsorgung von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Organisiert von der U.S. Drug Enforcement Administration (DEA) und unterstützt von fast 4.500 Polizeibehörden, bietet er Menschen eine einfache, anonyme und sichere Möglichkeit, Medikamente loszuwerden, die sonst in Hausapotheke, Toilette oder Müll landen würden.

Wann und wo findet der Rücknahmetag statt?

Der Tag findet zweimal jährlich statt - am letzten Samstag im April und im Oktober. Der nächste Termin ist der 25. Oktober 2025, von 10 Uhr bis 14 Uhr Ortszeit. An diesem Tag können Sie Ihre Medikamente an über 4.500 Sammelstellen abgeben. Das sind Polizeistationen, Krankenhäuser, Apotheken und sogar einige Kliniken. Die Standorte variieren von Stadt zu Stadt, aber fast jede größere Gemeinde hat mindestens einen Punkt. In ländlichen Gebieten ist die Dichte geringer: Ein Sammelort kommt auf etwa 50.000 Einwohner, in Städten oft auf nur 15.000.

Um sicherzugehen, dass Sie den richtigen Ort finden, nutzen Sie die offizielle Website takebackday.dea.gov oder die App „Dispose My Meds“. Beide Tools zeigen Ihnen die nächsten Sammelstellen basierend auf Ihrer Postleitzahl. Die Daten werden täglich aktualisiert, und alle Standorte sind von der DEA geprüft.

Was darf ich abgeben?

Nicht alles, was in Ihrer Hausapotheke steht, kann abgegeben werden. Der Take-Back Day nimmt nur verschreibungspflichtige Medikamente in festen Formen an:

  • Tabletten und Kapseln
  • Hautpflaster (z. B. Fentanyl-Pflaster)
  • Flüssigkeiten wie Hustensirup - aber nur in original verschlossenen Behältern

Was nicht akzeptiert wird:

  • Spritzen, Nadeln oder andere scharfe Gegenstände (Sharps)
  • Illegale Drogen wie Heroin oder Meth
  • Over-the-Counter-Medikamente wie Ibuprofen oder Antihistaminika
  • Thermometer, Salben oder Cremes

Wenn Sie unsicher sind, ob ein Medikament akzeptiert wird - fragen Sie lieber vorher. Die Polizei vor Ort hat klare Anweisungen und wird Ihnen helfen. Es gibt keine Strafe, wenn Sie etwas falsch mitbringen. Sie werden nicht befragt, kein Ausweis benötigt, keine Liste von Medikamenten. Einfach abgeben und gehen.

Warum ist das wichtig?

Fast 8 Millionen Amerikaner missbrauchen verschreibungspflichtige Schmerzmittel - und die meisten davon holen sie sich aus der Hausapotheke von Familie oder Freunden. Laut der National Survey on Drug Use and Health aus dem Jahr 2024 stammen 58 Prozent der missbrauchten Medikamente aus privaten Vorräten. Ein abgelaufenes Antibiotikum oder ein altes Opioid kann für einen Teenager, der nach etwas sucht, zur tödlichen Falle werden.

Auch die Umwelt leidet. Wenn man Medikamente in die Toilette spült oder in den Müll wirft, gelangen sie ins Wasser und in den Boden. In einigen Gewässern wurden Spuren von Schmerzmitteln und Antidepressiva nachgewiesen. Die DEA sammelt die Medikamente ein und verbrennt sie in speziellen Anlagen - sicher und umweltverträglich.

Die Zahlen sprechen für sich: Beim April 2025 Event wurden 620.321 Pfund (über 310 Tonnen) Medikamente eingesammelt. Seit 2010 sind das insgesamt fast 10.000 Tonnen. Das ist kein kleiner Erfolg. Und es hat Auswirkungen: Die Zahl der Todesfälle durch Opioid-Überdosierungen sank 2024 um 27 Prozent im Vergleich zu 2020 - ein Teil davon lässt sich auf Präventionsmaßnahmen wie diesen Rücknahmetag zurückführen.

Vergleich zwischen ungesicherter Hausapotheke und sichere Entsorgung in einer Sammelstelle.

Was passiert mit den Medikamenten nach der Abgabe?

Nachdem Sie Ihre Medikamente abgegeben haben, werden sie in verschlossenen Behältern von der Polizei aufbewahrt. Sie bleiben nicht lange vor Ort. Innerhalb von 24 bis 48 Stunden werden sie zu spezialisierten Verbrennungsanlagen gebracht. Diese Anlagen arbeiten nach strengen Umweltstandards: hohe Temperaturen, Filter, Überwachung. Es gibt keine Deponie, kein Recycling, keine Wiederverwendung. Die Medikamente werden vollständig zerstört.

Die DEA führt jährlich Audits bei 10 Prozent der Sammelstellen durch, um sicherzustellen, dass alles korrekt abläuft. Die Polizei hat keinen Anreiz, Medikamente zu stehlen - sie werden dokumentiert, verschlossen und sofort weitergeleitet. Die Prozesse sind transparent, und die Verantwortung liegt klar bei den Behörden.

Was sagt die Community?

Die meisten Menschen, die teilnehmen, sind zufrieden. Auf Reddit und lokalen Gesundheitsforen finden sich Hunderte Kommentare wie dieser: „Ich habe die restlichen Opioidtabletten meiner Mutter bei der Polizei abgegeben - keine Fragen, zwei Minuten, und ich weiß, dass sie nicht in die Hände von Jugendlichen geraten.“

Die größten Lobpunkte:

  • Keine Fragen, keine Identitätsprüfung
  • Schnell und unkompliziert
  • Kein Schamgefühl - es ist normal, Medikamente abzugeben

Aber es gibt auch Kritik. Die Hauptbeschwerden:

  • Die Öffnungszeiten sind zu kurz - nur vier Stunden
  • In ländlichen Gebieten sind die Standorte zu weit entfernt
  • Viele wissen gar nicht, dass der Tag stattfindet

Einige Gemeinden versuchen, das zu verbessern. Krankenhäuser wie University Hospitals in Ohio veranstalten zusätzlich Informationsveranstaltungen am selben Tag - mit Ärzten, Apothekern und Sozialarbeitern. Die Teilnahme steigt dann um 37 Prozent. Es zeigt: Bildung macht den Unterschied.

Mobile Sammelstelle fährt durch das Land, um Medikamente in ländlichen Gebieten einzusammeln.

Was ist, wenn ich den Tag verpasse?

Sie müssen nicht bis zum nächsten April oder Oktober warten. Es gibt mehr als 14.000 permanente Sammelstellen in den USA - meist in Apotheken wie CVS und Walgreens. Diese Kioske sind das ganze Jahr über geöffnet, oft im Eingangsbereich. Sie akzeptieren die gleichen Medikamente wie der Take-Back Day. Einige Apotheken verlangen sogar keine Gebühr.

Seit August 2025 testen Walgreens und CVS in 1.200 Filialen erweiterte Kioske mit Touchscreens, die erklären, was abgegeben werden kann. Die DEA plant, diese Modelle landesweit auszuweiten. Ziel ist es, den Take-Back Day nicht als einmaliges Event zu sehen, sondern als Teil eines dauerhaften Systems.

Neue Projekte wie mobile Sammelwagen - 120 Fahrzeuge, die in abgelegene Gebiete fahren - sollen die Lücke in ländlichen Regionen schließen. Pilotversuche zeigten: Die Teilnahme steigt um 18 Prozent, wenn man nicht 50 Meilen fahren muss.

Wie kann ich mich vorbereiten?

Wenn Sie am 25. Oktober teilnehmen wollen, machen Sie es sich einfach:

  1. Suchen Sie Ihre Hausapotheke durch - sammeln Sie alle verschreibungspflichtigen Medikamente ein, die Sie nicht mehr brauchen.
  2. Entfernen Sie persönliche Daten von den Etiketten - aber lassen Sie die Medikamente in den Originalbehältern.
  3. Verpacken Sie Flüssigkeiten sicher - keine offenen Flaschen.
  4. Prüfen Sie die Sammelstelle auf takebackday.dea.gov - schreiben Sie sich die Adresse auf.
  5. Kommen Sie zwischen 10 und 14 Uhr - und bringen Sie nichts mit, das nicht erlaubt ist.

Keine Eile. Kein Stress. Keine Angst. Sie tun etwas Gutes - für Ihre Familie, Ihre Gemeinde und die Umwelt.

Was kommt als Nächstes?

Die DEA arbeitet an einer neuen Funktion: Sobald ein Arzt ein Opioid verschreibt, könnte Ihr elektronischer Patientenakt automatisch eine Erinnerung senden - „Denken Sie an die sichere Entsorgung, wenn Sie nicht mehr brauchen.“ Diese Funktion wird derzeit in 12 Krankenhäusern getestet, mit Epic Systems als Technologiepartner.

Die Finanzierung ist gesichert: Bis 2030 erhält die DEA jährlich 2,4 Millionen Dollar aus dem Bundeshaushalt. Das reicht nicht für alles - aber es reicht, um den Kurs zu halten. Die Zukunft liegt nicht nur in einem Tag im Jahr, sondern in einer Kultur, in der es normal ist, Medikamente zurückzugeben - statt sie zu horten, zu verschenken oder wegzuschmeißen.

Kann ich Medikamente auch außerhalb des Take-Back Days abgeben?

Ja. Es gibt über 14.250 permanente Sammelstellen in den USA, meist in Apotheken wie CVS und Walgreens. Diese Kioske sind das ganze Jahr über geöffnet und akzeptieren die gleichen Medikamente wie der National Prescription Drug Take-Back Day - Tabletten, Kapseln, Pflaster und abgeschlossene Flüssigkeiten. Sie brauchen keinen Termin, keine Ausweis, keine Gebühr.

Warum dürfen keine Spritzen oder Nadeln abgegeben werden?

Spritzen und Nadeln gelten als scharfe Gegenstände (Sharps) und stellen eine Verletzungsgefahr für Mitarbeiter dar. Sie müssen separat über spezielle Sharps-Container entsorgt werden - oft über Apotheken, Krankenhäuser oder lokale Abfallbehörden. Die DEA-Veranstaltung ist nur für Medikamente, nicht für medizinische Abfälle.

Wird mir nach meinem Namen gefragt, wenn ich Medikamente abgebe?

Nein. Der gesamte Prozess ist anonym. Sie müssen keinen Ausweis zeigen, keine Liste der Medikamente vorlegen, keine Unterschrift leisten. Die Polizei interessiert sich nur für die Medikamente - nicht für Sie. Das ist ein zentraler Grund, warum viele Menschen sich trauen, abzugeben.

Was ist mit abgelaufenen Vitaminen oder rezeptfreien Medikamenten?

Rezeptfreie Medikamente wie Ibuprofen, Antihistaminika oder Multivitamine werden nicht angenommen. Diese gehören in den Hausmüll - aber nicht in die Toilette. Die DEA konzentriert sich auf verschreibungspflichtige Medikamente, weil sie das größte Risiko für Missbrauch und Überdosierung darstellen. Für andere Medikamente gibt es spezielle Entsorgungshinweise der FDA.

Wie sicher ist die Entsorgung wirklich?

Sehr sicher. Die Medikamente werden von der Polizei verschlossen aufbewahrt und innerhalb von zwei Tagen in speziellen Verbrennungsanlagen zerstört. Diese Anlagen erfüllen strenge Umweltstandards der EPA und werden regelmäßig überwacht. Es gibt keine Möglichkeit, dass die Medikamente wieder in den Verkehr gelangen. Die DEA überprüft jährlich 10 Prozent der Sammelstellen - und hat seit 2010 keine einzige Verletzung des Protokolls festgestellt.

8 Kommentare

  • Mats Schoumakers
    Veröffentlicht von Mats Schoumakers
    15:16 01/16/2026

    Endlich mal eine deutsche Behörde, die was tut statt nur zu reden. In Belgien würden die Leute noch eine Petition starten, weil man keine Medikamente in die Mülltonne werfen darf. Hier wird einfach abgeholt und verbrannt. Kein Gedöns, kein Gezeter. Ich hab letztes Jahr 3 Packungen Oxycodon abgegeben – und keine einzige Frage gestellt. Das ist Deutschland, Leute. Nicht die EU-Bürokratie.

    Wer sagt, die Öffnungszeiten sind zu kurz? Dann steh doch nicht um 13:58 an. Die Polizei hat nicht den ganzen Tag Zeit, nur weil du faul bist. Und wer in der Provinz lebt? Dann fahr 50 km. Ich hab mal 120 km zurückgelegt, um meinen alten Schmerztabletten ein Ende zu setzen. Und ich würd’s wieder tun. Weil es richtig ist.

    Die DEA macht’s besser als jede deutsche Kommune. Und nein, ich bin kein Amerikaner. Aber ich bewundere, wenn jemand was tut, statt nur zu jammern.

  • Alexandre Masy
    Veröffentlicht von Alexandre Masy
    07:13 01/18/2026

    Die systematische Entsorgung von verschreibungspflichtigen Medikamenten ist ein notwendiger, wenn auch unvollständiger Schritt zur Bekämpfung des Opioidmissbrauchs. Die statistische Korrelation zwischen Rücknahmeevents und sinkenden Überdosierungsfällen ist zwar signifikant, doch die kausale Wirkung bleibt schwer nachzuweisen. Die DEA beruft sich auf Daten aus der National Survey on Drug Use and Health, deren Methodik in Bezug auf Selbstauskünfte und Stichprobengröße kritisch zu hinterfragen ist.

    Die Annahme, dass die Verbrennung in spezialisierten Anlagen umweltverträglich sei, ist irreführend. Die Emission von organischen Spurenstoffen, insbesondere bei hohen Temperaturen, bleibt unzureichend dokumentiert. Die EPA-Standards sind nicht bindend für die Bundesstaaten, und die 10-prozentige Auditquote ist ein symbolischer Akt, keine Kontrollmechanik.

    Die Anonymität mag sozial akzeptabel sein, doch sie verhindert auch eine evidenzbasierte Nachverfolgung von Medikamentenströmen. Eine digitale Erfassung – anonymisiert, aber protokolliert – wäre sinnvoller. Die jetzige Praxis ist praktisch, aber nicht wissenschaftlich robust.

  • Jan Tancinco
    Veröffentlicht von Jan Tancinco
    03:03 01/20/2026

    Hallo, ich hab ne Frage: Warum nimmt man keine rezeptfreien Medikamente an? Ich hab ne ganze Schublade voll Ibuprofen, die seit 2018 rumliegen. Die sind doch auch giftig, wenn Kinder sie fressen. Und warum nicht auch Salben? Die haben doch auch Wirkstoffe drin!

    Ich war letztes Jahr beim Take-Back-Day und hab nur Tabletten mitgebracht, aber jetzt frag ich mich, ob ich was verpasst hab. Kann mir jemand sagen, ob ich auch meine Creme von der Neurologin abgeben kann? Die war für meinen Rücken, aber die hab ich nicht mehr gebraucht. Die ist noch halb voll. Ich find’s blöd, wenn man das einfach wegschmeißt.

    Und warum gibt’s keine Sammelstellen in meiner Kleinstadt? Ich muss 30 km fahren. Das ist doch nicht normal. Kann man nicht einfach einen Container vor die Apotheke stellen? So wie in Österreich? Da machen sie das doch auch im Winter. Und ich find’s krass, dass die Polizei das macht – das ist doch eigentlich Aufgabe von Umweltämtern, oder?!

  • Barry Gluck
    Veröffentlicht von Barry Gluck
    01:15 01/22/2026

    Jan, du hast vollkommen recht mit der Frage zu den rezeptfreien Medikamenten – das ist ein echter Widerspruch. Die DEA konzentriert sich auf verschreibungspflichtige Stoffe, weil die Gefahr von Missbrauch und Abhängigkeit da am höchsten ist. Aber du hast auch recht: Ibuprofen und Antihistaminika können bei Kindern oder Tieren gefährlich sein. Die Lösung ist einfach: Die permanenten Sammelstellen in Apotheken wie Walgreens nehmen mittlerweile auch OTC-Medikamente an – zumindest in einigen Bundesstaaten.

    Salben und Cremes werden nicht angenommen, weil sie schwer zu verarbeiten sind – sie verkleben die Container, verunreinigen die Verbrennungsanlagen. Das ist technisch, kein politischer Grund. Aber du kannst sie in den Hausmüll werfen, wenn du die Tube zerdrückst und das Etikett abreißt. Keine Toilette – das ist wichtig.

    Und ja, 30 km ist viel. Aber in deiner Gegend gibt’s vielleicht eine permanente Sammelstelle. Check mal auf takebackday.dea.gov – manchmal sind die kleinen Apotheken in Dörfern nicht mal auf der Karte, aber sie nehmen trotzdem an. Frag einfach vor Ort. Und wenn du willst, ich hab ne Liste von Sammelstellen in Sachsen, die ich vor zwei Wochen gesammelt hab – sag Bescheid, ich schick sie dir.

  • Péter Braun
    Veröffentlicht von Péter Braun
    23:58 01/23/2026

    Ein weiterer Beweis für den moralischen Verfall des Westens. 🤬

    Man gibt Menschen die Möglichkeit, ihre Medikamente einfach abzugeben – und nennt das "sicher". Aber wer kontrolliert, ob die Polizei wirklich alles verbrennt? Wer sagt, dass nicht irgendwelche Beamte die Opioidtabletten abzweigen? Die DEA? Die hat doch schon bei der Cannabis-Verfolgung versagt. Und jetzt soll man glauben, dass diese anonyme Sammelstelle heilig ist?

    Es ist ein Trick. Ein sozialer Trick, um das Gefühl von Verantwortung zu erzeugen – während die wahren Verantwortlichen, die Pharmafirmen, ungestraft weiterhin Millionen von Pillen in den Markt pumpen.

    Die ganze Aktion ist ein Ablenkungsmanöver. Eine Show für die dummen Leute, die glauben, sie könnten mit einer halben Stunde am Samstag die Welt retten. 🤦‍♂️

    Und wer sich dafür lobt, dass er seine Medikamente abgibt – der hat nicht verstanden, dass er Teil des Systems ist. Nicht Teil der Lösung. 🚫

  • Max Mangalee
    Veröffentlicht von Max Mangalee
    16:02 01/24/2026

    Die ganze Aktion ist ein Ritual ohne Inhalt

    Man sammelt Medikamente ein und verbrennt sie wie Opfergaben für die Moderne

    Keiner fragt warum es so viele verschreibungspflichtige Pillen gibt

    Keiner fragt wer die Rezepte ausstellt

    Keiner fragt warum Ärzte in ländlichen Gebieten mehr Opioidrezepte schreiben als in Städten

    Die Polizei ist nur der Abfallwirtschaftsbeamte der Pharmaindustrie

    Wir verbringen unsere Schuld in der Verbrennungsanlage

    Und glauben dann wir seien rein

    Die Wahrheit liegt nicht in der Sammelstelle

    Sondern in der Klinik

    in der Arztpraxis

    in der Werbung

    in der Leere die wir mit Pillen füllen

    Die DEA verbrennt Symptome

    Nicht die Krankheit

    Und das ist traurig

  • kerstin starzengruber
    Veröffentlicht von kerstin starzengruber
    03:26 01/26/2026

    Ich hab ne Theorie 😳

    Was wenn die DEA die Medikamente nicht verbrennt sondern verkauft? 😱

    Ich hab gelesen dass in Kentucky irgendwelche Pillen aus einer Verbrennungsanlage wieder auf dem Markt auftauchten 🤯

    Und wer kontrolliert die Anlagen? Die DEA selbst? Das ist wie der Wolf der die Hühnerhütte bewacht 🐺

    Und warum gibt es keine Kameras an den Sammelstellen? Warum ist alles anonym? Weil sie was verstecken! 🕵️‍♀️

    Ich hab letztes Jahr 2 Packungen Xanax abgegeben – und seitdem hab ich Angst dass sie jetzt auf der Straße rumlaufen und irgendwer sie kauft 😭

    Die ganze Aktion ist ein Täuschungsmanöver. Die Pharmaindustrie zahlt die DEA. Das ist klar. Ich hab das in einem Dokumentarfilm gesehen. 📺

    Und die Apotheken mit den Sammelkisten? Die sind auch von Big Pharma gesponsert. Ich hab’s gesehen. Die Logos sind fast unsichtbar aber da. 🤫

    Vertrau niemandem. Nicht der Polizei. Nicht der DEA. Nicht den Apothekern. 🚫

  • Andreas Rosen
    Veröffentlicht von Andreas Rosen
    01:41 01/28/2026

    Ich war letztes Jahr beim Take-Back-Day in Leipzig. Hatte 4 Packungen von meinem Opioidrezept mitgebracht – und war überrascht, wie schnell es ging. Kein Mensch hat mich angesehen. Kein Formular. Kein Ausweis. Einfach in die Box, fertig.

    Ich hab auch einen Kumpel, der das mit seinem Opa gemacht hat. Der hatte noch die Schmerztabletten von seiner verstorbenen Frau. Hat sie nicht wegschmeißen wollen. Hat sie jahrelang im Schrank gelassen. Bis er beim Take-Back-Day war. Hat gesagt: Jetzt ist sie los. Und er hat geweint. Nicht weil er traurig war. Sondern weil er endlich frei war.

    Ich find’s krass, dass so viele Leute das als "nur eine Aktion" abtun. Aber für manche ist das ein Abschied. Ein letzter Akt der Fürsorge. Nicht für die Umwelt. Nicht für die Polizei. Sondern für sich selbst.

    Und ja – die Öffnungszeiten sind kurz. Und die ländlichen Gebiete sind schlecht versorgt. Aber es ist ein Anfang. Und Anfänge zählen. Ich hab meinen Sohn mitgenommen. Hat ihn das Thema interessiert. Jetzt fragt er nach Medikamenten in der Schule. Das ist mehr als jede Werbekampagne.

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