Wie Sie eine 90-Tage-Versorgung mit Medikamenten anfragen, um Apothekenbesuche zu reduzieren

Wie Sie eine 90-Tage-Versorgung mit Medikamenten anfragen, um Apothekenbesuche zu reduzieren

Feb, 7 2026

Stellen Sie sich vor, Sie müssen alle vier Wochen zur Apotheke fahren, um Ihr Blutdruckmedikament, Ihr Diabetesmittel oder Ihr Cholesterinmedikament abzuholen. Das ist nicht nur lästig - es kostet Zeit, Nerven und manchmal sogar Geld. Viele Menschen mit chronischen Erkrankungen machen das monatlich, jahrelang. Doch es gibt eine einfachere, billigere und sicherere Lösung: eine 90-Tage-Versorgung mit Ihren Medikamenten. Das bedeutet: Einmal alle drei Monate zur Apotheke - statt zwölf Mal pro Jahr. Und das funktioniert nicht nur theoretisch. Studien zeigen, dass Menschen, die eine 90-Tage-Versorgung nutzen, ihre Medikamente deutlich besser einnehmen. Die Zahl der täglichen Einnahmen steigt um 27 %, und die Ausgaben pro Rezept sinken durchschnittlich um 30 %. Das ist kein Marketing-Gesülze. Das ist echte Medizin.

Was ist eine 90-Tage-Versorgung?

Eine 90-Tage-Versorgung ist eine Verschreibung, die Ihnen drei Monate statt nur einen Monat Medikamente liefert. Sie wird oft als "90-Tage-Rezept" bezeichnet, obwohl die tatsächliche Tagesmenge manchmal etwas weniger ist - zum Beispiel 84 Tage bei Antibabypillen. Wichtig ist: Es geht nur um Wartungsmedikamente, also solche, die Sie täglich, wöchentlich oder regelmäßig einnehmen, um eine chronische Krankheit zu kontrollieren. Dazu gehören:

  • Hochdruckmedikamente (z. B. Lisinopril, Amlodipin)
  • Diabetesmedikamente (z. B. Metformin, Glimepirid)
  • Cholesterinsenker (z. B. Atorvastatin, Rosuvastatin)
  • Antidepressiva (z. B. Sertralin, Escitalopram)
  • Schilddrüsenmedikamente (z. B. Levothyroxin)

Was nicht geht? Antibiotika, Schmerzmittel für akute Beschwerden, oder Medikamente, die Sie nur für ein paar Tage brauchen. Diese werden weiterhin nur in 30-Tage-Dosen verschrieben. Der Grund ist einfach: Sie sollen nicht zu Hause aufbewahrt werden, wenn sie nicht nötig sind.

Warum funktioniert das so gut?

Es gibt drei klare Vorteile, die jede Studie bestätigt:

  1. Bessere Einnahme: Wenn Sie alle drei Monate nur einmal zur Apotheke müssen, vergessen Sie weniger. Eine Studie aus dem JAMA Network Open (2023) zeigte: Menschen mit 90-Tage-Versorgung nehmen ihre Medikamente 27 % öfter ein als mit monatlichen Rezepten.
  2. Weniger Kosten: Die meisten Versicherungen senken Ihre Selbstbeteiligung bei 90-Tage-Rezepten. Bei Walmart zahlen Sie zum Beispiel nur 10 $ für 90 Tage eines Generikums - das ist weniger als 3 $ pro Monat. Im Vergleich dazu kostet ein 30-Tage-Rezept oft 4 $ pro Monat. Das macht pro Jahr bis zu 30 % Einsparung.
  3. Mehr Bequemlichkeit: Sie sparen Zeit, Fahrten, Wartezeiten und Stress. Kein Gedanke mehr an "Habe ich heute das Medikament genommen?" oder "Wann muss ich wieder zur Apotheke?"

Das ist nicht nur gut für Sie. Es ist auch gut für das Gesundheitssystem. Weniger Apothekenbesuche = weniger Transportkosten = weniger verpasste Dosen = weniger Krankenhausaufenthalte wegen schlecht kontrollierter Krankheiten.

Wie bekommen Sie eine 90-Tage-Versorgung?

Es ist nicht schwer - aber Sie müssen aktiv werden. Hier ist, was Sie tun müssen:

Schritt 1: Prüfen Sie, ob Ihre Versicherung das anbietet

Nicht jede Versicherung bietet 90-Tage-Rezepte an - aber fast alle großen Anbieter tun es. Wenn Sie privat versichert sind, schauen Sie auf Ihre Versicherungswebsite oder rufen Sie an. Suchen Sie nach Begriffen wie:

  • "90-day supply"
  • "Mail order pharmacy"
  • "Extended supply program"

Typische Anbieter sind: Express Scripts ist ein großer Pharmaverwaltungsanbieter, der Hauszustellung mit 7-10 Werktagen anbietet und Sicherheitschecks für Medikamentenwechsel bietet. CVS Caremark ist ein Dienstleister, der 90-Tage-Rezepte per Post versendet und speziell für Bluthochdruck, Diabetes und Cholesterin geeignet ist. Cigna 90 NowSM ist ein Programm, das 90-Tage-Versorgung über ausgewählte Apotheken im Netzwerk anbietet und 24/7-Apotheker-Hotlines bereitstellt. Wenn Sie Medicare haben, ist eine 90-Tage-Versorgung sogar Pflicht - zumindest für Teil D.

Schritt 2: Prüfen Sie, ob Ihr Medikament qualifiziert

Nicht jedes Medikament ist dafür geeignet. Wie oben erwähnt: Nur Wartungsmedikamente. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie Ihren Apotheker oder Ihren Arzt. Einige Medikamente - besonders Spezialmedikamente wie Chemotherapie oder MS-Medikamente - müssen erst nach drei 30-Tage-Rezepten auf 90-Tage umgestellt werden. Das ist eine Sicherheitsregel. Lassen Sie sich nicht davon abschrecken - es ist nur ein Formular, das Ihr Arzt ausfüllen muss.

Schritt 3: Holen Sie ein neues Rezept von Ihrem Arzt

Jetzt kommt der wichtigste Teil: Sie brauchen ein neues Rezept - nicht einfach eine Verlängerung des alten. Ihr Arzt muss explizit "90 Tage" oder "3 Monate" schreiben. Die meisten Ärzte schreiben standardmäßig 30 Tage. Sie müssen sie bitten, es zu ändern.

Sie können zwei Wege gehen:

  • Weg A: Direkt beim Arzt - Sagen Sie: "Können Sie mir ein 90-Tage-Rezept für [Medikament] ausstellen? Ich möchte weniger oft zur Apotheke fahren und meine Einnahme verbessern." Viele Ärzte wissen, dass das funktioniert - besonders wenn Sie sagen, dass Sie es für Bluthochdruck oder Diabetes brauchen.
  • Weg B: Über Ihre Versicherung - Einige Programme wie CVS Caremark oder Express Scripts bieten an, den Arzt direkt anzurufen und das Rezept zu beantragen. Das ist praktisch, wenn Sie nicht sicher sind, wie Sie das Gespräch führen sollen. Sie müssen nur Ihre Versicherungsnummer und das Medikament nennen.

Wichtig: Geben Sie Ihrem Arzt nicht die Schuld, wenn er erst einmal nein sagt. Manche Ärzte kennen die Programme nicht. Sagen Sie einfach: "Ich habe gelesen, dass das die Einnahme verbessert und Geld spart. Können wir das versuchen?"

Ein Briefkasten sendet eine 90-Tage-Paketlieferung, während eine chaotische Apothekenreiseroute hinter ihr verschwindet.

Wie erhalten Sie die Medikamente?

Sie haben zwei Optionen:

Option 1: Postversand (Mail Order)

Das ist die beliebteste Methode. Sie bestellen online über die Website Ihres Versicherungsanbieters - zum Beispiel Caremark.com ist die Online-Plattform von CVS Caremark, die es ermöglicht, Rezepte per Post zu bestellen und den Lieferstatus zu verfolgen. oder myCigna.com ist das Online-Portal von Cigna, das 90-Tage-Rezepte verwaltet und Erinnerungen für Nachbestellungen sendet.. Sie wählen Ihr Medikament aus, bestätigen Ihre Adresse und erhalten es in 7-10 Werktagen. Die Lieferung ist kostenlos. Sie bekommen auch eine E-Mail, wenn es abgeschickt wurde. Viele Programme senden sogar kostenlos Nadeln, Spritzen oder andere Hilfsmittel mit - besonders bei Insulin.

Option 2: Apotheke im Netzwerk

Einige Programme wie Cigna 90 NowSM erlauben Ihnen, die 90-Tage-Versorgung nur in bestimmten Apotheken abzuholen - nicht in jeder. Wenn Sie das wählen, müssen Sie Ihre Apotheke prüfen, ob sie Teil des Netzwerks ist. Bei Walmart können Sie 90-Tage-Generika an der Kasse abholen - für nur 10 $ pro Rezept. Das ist oft günstiger als der Postversand, wenn Sie nah an einer Filiale wohnen.

Was kann schiefgehen?

Es gibt ein paar Fallstricke. Hier sind die häufigsten Probleme und wie Sie sie vermeiden:

  • Ihr Arzt weigert sich - Dann sagen Sie: "Ich möchte meine Medikamente besser einnehmen. Studien zeigen, dass 90-Tage-Rezepte die Einnahme verbessern. Können wir das ausprobieren?" Wenn er immer noch nein sagt, fragen Sie nach einer schriftlichen Erklärung. Manchmal ist es nur eine alte Gewohnheit.
  • Die Versicherung sagt nein - Prüfen Sie, ob Ihr Medikament auf der Liste der zugelassenen Wartungsmedikamente steht. Wenn es nicht drauf ist, fragen Sie nach einer Ausnahme. Manche Medikamente werden nur nach drei 30-Tage-Rezepten freigegeben.
  • Sie leben in einem Bundesstaat mit Einschränkungen - In Kalifornien, Minnesota, New Hampshire, Texas und Washington sind manche Programme nicht verfügbar. Das liegt an lokalen Gesetzen. Aber Postversand funktioniert meist trotzdem - prüfen Sie einfach Ihre Versicherung.
  • Sie vergessen, das Rezept zu senden - Wenn Sie den Postversand wählen, vergessen Sie nicht, das Rezept an die Mail-Pharmazie zu senden. Einige Ärzte senden es automatisch, andere nicht. Fragen Sie nach.
Ein Herz aus Medikamentenflaschen, verbunden durch Lichtlinien, mit Handen, die nach Arzt, Versicherung und Apotheke greifen.

Was ist mit Spezialmedikamenten?

Wenn Sie Medikamente für Krebs, Multiple Sklerose, Rheuma oder andere komplexe Erkrankungen einnehmen, ist das anders. Diese Medikamente heißen "Spezialmedikamente" und werden oft nur in 30-Tage-Dosen verschrieben - zumindest zu Beginn. Aber nach drei Monaten - also nach drei 30-Tage-Rezepten - können Sie oft auf 90 Tage umstellen. Fragen Sie Ihren Apotheker oder Ihren Arzt: "Kann ich nach drei Füllungen auf 90 Tage wechseln?" Die meisten Programme erlauben das. Es ist kein Problem, sondern ein Prozess.

Was passiert, wenn ich das nicht tue?

Wenn Sie weiterhin nur 30-Tage-Rezepte nehmen, ist das nicht falsch. Aber Sie machen es sich schwerer. Sie riskieren:

  • Mehr verpasste Dosen - und damit schlechtere Krankheitskontrolle
  • Höhere Kosten - besonders bei teuren Medikamenten
  • Mehr Stress - weil Sie sich ständig an Erinnerungen erinnern müssen
  • Mehr Apothekenbesuche - mit Wartezeiten, Fahrten, und manchmal sogar Fahrkosten

Es ist nicht nur eine Frage der Bequemlichkeit. Es ist eine Frage der Gesundheit. Wer seine Medikamente regelmäßig nimmt, hat weniger Krankenhausaufenthalte, weniger Notfälle und ein längeres, besseres Leben.

Was kommt als Nächstes?

Die Zukunft ist digital. In den nächsten Jahren werden Programme noch besser werden. Sie werden:

  • Automatisch erkennen, wer von einer 90-Tage-Versorgung profitiert - basierend auf Ihren Einnahmehistorien
  • Per App oder SMS an Sie erinnern, wenn es Zeit für eine neue Verschreibung ist
  • Sich mit Telemedizin verbinden - so dass Ihr Arzt das Rezept direkt online verlängern kann, ohne dass Sie persönlich kommen müssen

Die Technologie hilft. Aber Sie müssen den ersten Schritt tun. Und der ist einfach: Fragen Sie Ihren Arzt nach einem 90-Tage-Rezept. Heute. Nicht morgen. Nicht nächste Woche. Heute.